Vorstudium und Mappenkurs für Design

... von einer beliebigen zu einer bewussten Formgestaltung!

Die Grundlagen der visuellen Gestaltung bilden das Fundament jeder zielgerichteten flächigen und räumlichen gestalterischen Arbeit. Diese Grundlagen sind unabhängig von Moden und Stilrichtungen, da sie den Grundgesetzen der menschlichen Wahrnehmung entstammen. Die Grundlagen bestehen aus mehreren Teilbereichen, welche jedoch alle miteinander verknüpft sind und in ihrer Summe ein großes Ganzes bilden. Die genaue Kenntnis der Grundlagenlehre, ermöglicht es dem Gestalter bewusst zu handeln und über seine Arbeit zu reflektieren, eigene räumliche Gestaltungen zu entwickeln und fachkundig zu kommunizieren sowie Arbeiten zu beurteilen und zu hinterfragen.

Anders als in der bildenden Kunst, welche die Mittel der Grundlagen der visuellen Gestaltung verwendet, um einem nicht zwingend zweckgebundenen persönlichen Ausdruck Gestalt zu verleihen, wendet der Designer diese Ausdrucksmittel an, um mit deren Gesetzmäßigkeiten zielgerichtet die Funktionsweise bzw. Verwendung eines Produktes zu vermitteln und diesem eine Form zu verleihen.

Alles in allem wird der Teilnehmer befähigt, seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen und diese auch an Dritte vermitteln zu können. Mit zeichnerischen, digitalen und plastischen Mitteln, unter Verwendung verschiedenster Präsentations- und Darstellungstechniken, erarbeitet sich jeder Teilnehmer die Grundvoraussetzungen für die Aufnahme einer Designausbildung.

Lehrinhalte

Grundlagen visueller Gestaltung

  • Zeichnen / Naturstudium – aus einfachen Grundformen wie Linie, Kreis und Ellipse werden immer komplexere räumliche Objekte auf der Fläche erstellt. Von geometrischen Formen hin zu natürlichen Zeichnungen.
  • Zeichnen / Scribbeln – kein Arbeitsmittel ist effektiver und schneller um Sachverhalte und Ideen zu verdeutlichen als das Scribblen - mit wenigen Strichen viel sagen.
  • Kompositionslehre – ist die Lehre von Formen, ihren Qualitäten und den Beziehungen untereinander. z.B.: Kontrastbildung, Über-Unterordnung, Bildausspannung, Symmetrie, Reihung, Metrik, ...
  • Farbe – von verschiedenen Farbkreisen über Farbsysteme zu praktischen Farbmischungen in Kombination mit der Kompositionslehre.
  • Typographie – vom Buchstaben zum Wort zum Text. Anhand der Schriftgestaltung werden Formproportionen verdeutlicht und trainiert. Des weiteren wird die Schrift/der Buchstabe als gestalterisches Element untersucht in Form und Aussage.
  • Plastisches Gestalten – alle Formuntersuchungen aus der Kompositionslehre werden mit Mitteln der räumlichen Plastik angewendet.

Fachbereichsspezifische Ausbildung

  • Vorstellung der Fachbereiche, des jeweiligen Arbeitsalltags und der Chancen und Risiken der jeweiligen Berufsfelder
  • Präsentationstechniken – mit verschiedenen Mitteln werden Objekte in ihrer Textur und Materialität dargestellt. Marker, Aquarell, Kreide, ...
  • Kunst- und Designgeschichte
  • Designtheorie
  • Entwurfsprojekt – Entwerfen eines einfachen Alltagsgegenstandes unter Berücksichtigung der Grundlagenlehre und Anwendung der erlernten Darstellungstechniken.

Erstellung der Bewerbungsunterlagen

  • Erarbeitung eines individuellen Konzeptes für die Bewerbungsmappe in Abhängigkeit zu den eigenen Schwächen, Stärken und Neigungen.
  • Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfungen

organisatorische Details

Unterricht
Das Vorstudium Design kann als Vollzeit- oder Teilzeitunterricht absolviert werden. Der Vollzeitunterricht findet Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 16.30 Uhr statt. Als Teilzeitstudent kannst Du zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht (9.00 - 13.00 Uhr oder 13.30 - 16.30 Uhr) wählen.

Studiendauer
6 Monate bei Vollzeitunterricht.
12 Monate bei Halbtagsstudium.

Studienbeginn
Pro Jahr starten vier Kurse für das Vorstudium Design – jeweils zum ersten Werktag im Februar, Mai, August und November des Jahres.

Zulassungsvoraussetzungen
Abitur ist wünschenswert. 

Zulassungsverfahren
Für das Vorstudium Design gibt es kein Zulassungsverfahren.